Wahlanalyse Rosa Luxemburg Stiftung, Oktober 2019

Südamerika ist in Aufruhr. Während es in Chile und Ecuador zu Massenprotesten kommt, die sich gegen die neoliberale Politik richten, waren die Menschen in Kolumbien zu Wahlen aufgerufen. In dem nach Chile sozial ungleichsten Land des Kontinents, in dem politische Gewalt auch nach dem Friedensschluss mit der Guerilla Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia (FARC) 2016 zum Alltag gehört, fanden am 27. Oktober Regional- und Lokalwahlen statt. Das erste Mal seit der Unterzeichnung des Friedensabkommens wurden mehr als 1.100 Bürgermeister*innen, rund 12.000 Stadt- und Landrät*innen, die Gouverneur*innen der 32 departamentos[1] des Landes sowie deren Regionalversammlungen und weitere lokale Posten gewählt. Die Partei des rechten Präsidenten Iván Duque geht geschwächt aus dem Urnengang hervor und es deutet sich ein Einflussverlust der lokalen politischen Eliten an. Was bedeutet das für die politische und gesellschaftliche Linke?

https://www.rosalux.de/publikation/id/41244/machtverlust-der-eliten/