Noch bevor Iván Duque am Dienstag sein Amt als kolumbianischer Staatspräsident antritt, ist er politisch geschwächt. Das liegt weniger an dem 45-Jährigen selbst, als an seinem politischen Protegé, dem Ex-Präsidenten Álvaro Uribe (2002-2010). Uribe sitzt derzeit als Abgeordneter im Kongress und ist zudem Vorsitzender der Regierungspartei Centro Democrático, der auch Duque angehört. Gegen Uribe ermittelt der Oberste Gerichtshof wegen mutmaßlichem Verfahrensbetrug und Anstiftung zur Falschaussage. Der Vorwurf: Anwälte Uribes sollen versucht haben, ein ehemaliges Mitglied der Paramilitärs zu Aussagen gegen den linken Kongressabgeordneten Iván Cepeda zu bewegen.

weiterlesen